Anti-AKW-Demo oder Wowereit?

[Nachtrag, Montag] Als ich am Samstag von der Anti-AKW-Demo mit Umweg über den Heldenmarkt zurück nach Hause kam, fand ich die Marheinekehalle schon sehr verlassen vor. Aber das war wohl zur Eröffnung der Mühlenhaupt-Ausstellung mit Wowereit nicht der Fall. Da ich nun nicht da war, verlinke ich auf die Seite http://www.wemgehoertkreuzberg.de/. Dort heißt es, Wowereit habe angesichts eines Transparents zum Thema Gentrifizierung gesagt: „Das ist nicht meine Kompetenz“. Etwas anderes hatte ich nicht erwartet, Wowereit ist in keiner Angelegenheit wirklich kompetent außer seiner Selbstdarstellung. Wowereit dachte wohl: och Auktion, och Marheinekehalle, jibt schöne Bilder, reicht doch.  Das zeigen auch die spärlichen Bilder: er ist ohne Krawatte unterwegs, was für Politikkenner mich bedeutet: kein Belang von vornherein.

Seit Donnerstag gucke ich wieder und wieder in meinen Terminkalender und martere ihn mit der Frage: geh ich zur Anti-AKW-Demo oder zur Ausstellungseröffnung von Community Impulse mit Wowereit im Kiez? Viele sagen da jetzt: was da fragst Du Dich noch? Naja, gebe ich zurück: als Blogger ist beides relevant und beides irgendwie auch interessant. Aber: ich denke Wowereit wird in der Markthalle nichts von besonderer Bedeutung sagen. Wäre ich Redenschreiber für Wowereit würde ich ihn sagen lassen: „Vielen Dank für die Einladung. Toll, dass dieser Ort mit dieser Ausstellung aufgewertet wird. Und auch wenn das hier ein grüner Bezirk ist, ich kümmere mich auch um die Belange der hier wohnenden. Aber: sehen Sie wie alles vorangeht: die Markthalle ist voll, der Chamissokiez ein Wahrzeichen Berlins – und sogar mit einem Spielplatz in der Mitte, wo sich Kinder tummeln. Unbekannt verzogen, nette Idee – aber die Stadt ändert sich bla bla bla.“ Er wird dann zwei Bilder des Künstlers Mühlenhaupt verkaufen, die sich sowieso unsereins nicht gleich leisten kann, sich dann in seine schwere schwarze Limousine setzen und davonbrausen in seinen gutbürgerlichen Stadtteil. Muss ich noch mehr sagen?

Nein, ich war lange auf keiner Demo mehr. Es wird also Zeit, auch für mich ein Zeichen zu setzen. Ich bin gegen Atomkraftwerke, egal wo sie stehen. Ich bin dafür, dass die Gesellschaft sich auf den Arsch setzt und ihren Stromverbrauch überprüft, erneuerbare Energien (auch eigene) forciert und loslegt, nicht redet, nicht jammert, sondern macht!

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