Macht’s gut, Pussycats.

Heute schließt Faster Pussycat am Mehringdamm. Wer zuletzt im Laden war, konnte zu den Gründen viel hören. Geilere Mieten, andere Kunden, Kreischpaketlieferungen aus dem Internet.

Drei heimatlose Pussycats

Drei heimatlose Pussycats

Die Bread and Butter auf dem Flughafen Tempelhof tauchte als Argument nicht auf – was ich mich auch nicht wundert, weil die Mode-Nerds mit ihren Badges ohnehin entweder nur Stadtraum verpestende VIP-Shuttle nutzen oder aber ’schwörst genoervt‘ die U6 überbevölkern, um ratlos vorm Liniennetz nach Neukölln, no, Mitte, no, Prenzlauer Börg, no woanders hin zu stieren. Ab und an wird im Beregmankiez zur Modemesse dann auch jeder Ampelmast von oben bis unten zugeklebt mit Party-Hinweisen und kryptischen Kürzeln zu noch hipperen Veranstaltungsorten als der Bread n Butter After Show Party.

Das ist irgendwie alles am Faster Pussycat vorbeigezogen und so nimmt es nicht wunder, dass innerhalb nur eines Jahres der zweite langjährige Modeladen im Kiez hier forever dicht macht.

Zu 999 Prozent kommt dort am Mehringdamm nun ein Cafe rein. Der Laden ist groß, die Konkurrenz megaklein – in der ganzen Bergmannstraße plus Umgebung gibt es nirgendwo auch nur einen Kaffee oder Bagle zu kaufen (das für die Kreditanalysten/Vermieter/Start ups, die den Umfeldcheck machen, ob sich ein Cafe im Kiez lohnt).

Mode, sie kommt und geht eben – der Rest landes im Kiloshop. Läden gehen auch. Messen und Bürgermeister auch, irgendwann jedenfalls.

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