gefreut wie Bolle – ein Fassadenfund

Ich kann mich ganz lebhaft daran erinnern, wie meine Mutter und ich bis 1989 stets bei Bolle eingekauft haben. Bolle war irgendwie d e r Supermarkt – etwas schrammelig zugegeben.

Aber als Kind dachte ich immer: hui, ist das ein großer Laden, es gab eine Blumenecke, es gab ein komplettes Regal nur mit übereinandergeschütteten Sahnedosen in allen Formaten, es gab ein Mahlmaschine für Kaffeebohnen, und es gab noch einen Menschen, der die Pfandflaschen abnahmen und wenn der dann noch gut gelaunt war, gab er einem die Cola-Deckel zum Sammeln (was war das noch gleich: 100 Erfindungen der Menschheit?).

Tiefe 80er Jahre eben. Bolle ist seit Ewigkeiten weg, ebenso wie Meyer. Ab und an schmunzel ich, wenn ich an Märkten von ‚Bolu‘ vorbeikomme und mir denke, was wäre das für eine Fortzsetzung – aus Bolle wird Bolu.

Nun entdeckte ich neulich unweit der Zossener Straße auf einem offenen Hinterhof eine Fassade, an der einst eine Bolle-Leuchtreklame hing. Da fallen natürlich zwei Herzschläge zusammen. Eine Bolle-Leuchtreklame wäre doch was in meiner kleinen Sammlung: und zwar mit der Bimmel mit dem die Molkereiwagen einst ihre Kundschaft anlockten. Aber: leider wirbt nur noch der verblichene Schatten der Reklame unverkennbar für Bolle. Auch so eine Wirkung von Leuchtreklame. Abbau geht schnell, die Werbung aber bleibt. In diesem Fall wohl noch ein gutes Jahrzehnt oder länger:

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