Januar 1914 – der Spielteufel war in alle gefahren

Heute ein kleiner Kreuzberger Exkurs…

Familie Kleeblatt bloggt seit 1900

1914. Tagebucheinträge von Ludwig Kleeblatt – Kreuzberger Kneipier, der unregelmäßig Tagebucheinträge schrieb.

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Kleeblatts Kneipe war in der Taborstraße, später wohnte die Familie in der Wrangelstraße, noch bis heute und so haben die Tagebücher auch alle Zeiten und Stürme überdauert:

„Der Januar im Jahre 1914 fing etwas beßer an. Das Geschäft ging gut. Am 3. Januar bekam ich meinen Erbteil ausgezahlt. Von 800 Mark und 23 Fenig von einer alten Tante aus Dessau. Das kam mir gut zu paße. Da konnte ich mahl wider meine Schulden bei der Brauerei und dem Buchmacher[in] 140 bezahlen.

Und Marie bekam auch 100 Mark. Da waren 400 Mark alle. Das andere wurde zurückgelegt und wurde nach und nach Aufgebraucht. Das Wetter war nicht kalt aber Minus 12 Grad kälter wurde es doch. Ende des Monats wars Gliderwetter.

Die Kinder warn alle Gesundt und Munter. Nur der Spielteufel war in alle gefahren. Alle durch den Schwiegersohn…

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