Espresso lounge muss schließen

Kurz vor Jahresende betretene Gesichter in der Blinis Espresso Lounge in der Bergmannstraße 92. Die Kaffeebar mit dem mit Abstand besten Kaffee in der Straße schließt Anfang Februar, weil wieder irgendein geldgieriger Miethai noch höhere Mieten im Kiez einsacken will.

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Schade, die Espresso lounge begleitet mich seit Jahren – selbst sehr früh, wenn ich auf Dienstreise muss: mein Cappu ist (fast) immer perfekt.

Ich frage mich auch, was aus der Bergmannstraße mal werden soll, wenn einzelne Mieter für nicht funktionierende Läden bis zu (!) 15.000 Euro Miete im Monat für gut 100 Quadratmeter Ladenfläche zahlen (müssen). Das sind doch dann nur noch touristisch ausgerichtete Schrottangebote, die die Straße langfristig ruinieren werden. Ich freue mich dann auf das Gejammer der Vermieter, die sich wundern, warum eine Straße wie diese in den Keller rauscht.

Übrigens für alle Bergmannstraßen-Umbau-Skeptiker: das hat nichts, aber auch gar nichts mit der Verkehrsberuhigung zu tun!

Scheiße! Ist! Das!

 

 

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Große Zustimmung zum Test-Umbau der Bergmannstraße

Am 3. November 2016 wurden die ersten Planungsentwürfe für den Test-Umbau der Bergmannstraße vorgestellt. Rund 90 der ca. 120 Parkplätze sollen Modulen weichen, die die Nachbarn und Besucher des Kiezes zum Verweilen einladen.

Während der gut besuchten Veranstaltung im Columbia wurden deutlich, dass der Verlust an Parkplatzflächen noch zu einigen Sorgen führen wird, auch das Wort zusätzlicher Aggression bei der Suche machte die Runde.

Andererseits gab es eine überraschend hohe Zustimmung seitens der beteiligten Interessengruppen von Verbänden, Anwohner/innen sowie den Gewerbetreibenden. Letztere hatten sich zwar mehr Parkplätze gewünscht, wollen aber ein neues Miteinander – auch und gerade mit den Nachbarn (als Kunden).

Kurzum: wenn die BVV dem Vorhaben zustimmt, werden ab Sommer 2017 erste Test-Module zwischen dem Mehringdamm und der Marheinekehalle errichtet.

Mehr (mit Links) demnächst.

 

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Umbau der Bergmannstraße – Testprojekte

Am 3.11. werden die ersten Testprojekte für den Umbau der Bergmannstraße vorgestellt:

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Heute: Greenpeace-Aktion im Bergmannkiez

Mit Augenreiben sah ich heute früh Absperrungen im Bergmannkiez, aber nur auf einer Straßenseite – und dann einen Laster mit Rollrasen…Erklärung: U-Turn, eine Aktion von Greenpeace:

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Björn Eggert und die Bergmannstraße – eine offene Antwort eines Wählers

Sehr geehrter Herr Eggert,

ich habe heute Ihr Wahlkampf-Schreiben gelesen und schreibe Ihnen, dass mich das schwer enttäuscht – und nicht nur mich alleine, insofern ist Ihre Annahme etwas irrig, dass die Anwohner*innen das Vorhaben ablehnen.

Meine Familie und ich sind seit Jahrzehnten der SPD nahe stehend, Eltern und Großeltern haben traditionell SPD gewählt. Ihre aktuelle Kampagne, vor allem auch die Beschilderung in der Bergmannstraße hat mich so geärgert, dass ich nun meine Stimme einer anderen Partei geben werde – und ich bin damit hier im Kiez nicht allein. Hier zu plakatieren: „Maaßenstraße nein“ finde ich komplett daneben.

Ich bin im Nebengewerbe im Bergmannkiez tätig, wohne mit Familie und Kleinkind hier und ich sage Ihnen: die Verkehrssituation ist keine Freude, weder tagsüber noch nachts – und auch nicht dann, wenn hier ach-so-tolle-Berlin-Filme gedreht werden.

Meine Nachbarn und ich waren bei vielen Runden zur Neugestaltung im Bergmannkiez dabei, darunter auch die Gewerbetreffen. Auf allen Seiten hat es Bewegung gegeben, Maximalforderungen gibt es ja ohnehin kaum. Dass Sie aber schreiben, Sie wollen den „Irrweg“ beenden, ärgert mich, meine Nachbarinnen und Nachbaren, die den Weg basisdemokratischen  Mitdiskutierens in den Foren gesucht hatten, maßlos.

Ja, es gibt hier auch ein Parkplatzproblem – und es gibt vor allem ein Schnellfahrer-Problem, ungünstige Verkehrs-Beschilderungen, extrem viel (Schrott-)Werbung auf den Gehwegen – alles das haben wir, die Anwohner/innen angemerkt und in die Runden eingebracht in der Hoffnung, dass sich der Kiez auch lebenswert gestaltet – oder kommen Sie etwa auch mit der Wahlkampf-APE in den Kiez oder zur Marheineke-Halle, um sich nur einen Cappuccino zu holen?

Es ist traurig, dass sie unter den einzelnen Argumenten (Verkehsteilnehmer, Parpkpälte, Gewerbe) die der Menschen, die hier mit Familie leben, nicht höherrangig nennen. Aus diesem Grund wähle ich Sie nicht.

Viel Erfolg und ich hoffe, die Bergmannstraße wird ungebaut.

Diesen Brief post ich auch auf bergmannstrasse.wordpress.com.
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